Ankernetz Therapie & Wohnen

Raum zum Ankommen.
Begleitung zum Wachsen.

Unsere therapeutischen Wohngruppen bieten Jugendlichen den Rahmen, den sie brauchen: therapeutisch begleitet, alltagsnah und mit echter Beziehung als Fundament. Veränderung entsteht im echten Leben - nicht im Behandlungszimmer.

Platzanfrage stellen+49 30 22 45 43 22

12-17

Jahre - Jugendliche in besonders kritischer Entwicklungsphase

24/7

Bezugsbetreuung und Krisenbegleitung im Alltag

Ø 18

Monate therapeutische Begleitung pro Jugendlichem

klein

Wohngruppen mit 4-6 Jugendlichen - Qualität vor Quantität

Was ist Therapie & Wohnen?

Therapie, die im Alltag stattfindet.

Therapeutische Wohngruppen verbinden das Beste aus zwei Welten: den strukturierten Schutzrahmen der stationären Jugendhilfe mit der Tiefe therapeutischer Arbeit. Jugendliche leben hier nicht neben ihrer Therapie - sie leben in ihr.

Jeder gemeinsame Abend, jedes gelöste Konfliktgespräch, jeder überwundene schwierige Morgen ist therapeutisch wirksam - weil echte Beziehung der stärkste Wirkfaktor ist, den die Forschung kennt.

Unser Team aus Therapeuten, Pädagogen und Bezugsbetreuern arbeitet nach einem gemeinsamen Verständnis: traumasensibel, ressourcenorientiert und immer mit dem Jugendlichen - nicht über seinen Kopf hinweg.

Kleines Gruppenformat: 4-6 Jugendliche pro Gruppe

Approbierte Therapeuten als festes Teammitglied

Wöchentliche Einzel- und Gruppentherapie

24/7 Betreuung durch Bezugsfachkräfte

Traumasensible Alltagsgestaltung nach Konzept

Schulbegleitung und individuelle Bildungsförderung

Aktive Eltern- und Familienarbeit

Vorbereitung auf Verselbständigung von Anfang an

Wann wir helfen

Indikationen für Therapie & Wohnen

Therapie & Wohnen ist die richtige Hilfe, wenn ambulante Maßnahmen nicht mehr ausreichen und ein stabiler therapeutischer Lebensrahmen gebraucht wird.

Komplexe Trauma-Folgestörungen

Jugendliche mit PTBS, komplexen Traumatisierungen durch Misshandlung, Vernachlässigung oder wiederholte Gewalterfahrungen, die ambulante Hilfen überschreiten.

Psychische Erkrankungen

Depressionen, Angststörungen, Persönlichkeitsentwicklungsstörungen oder andere psychiatrische Diagnosen, die eine therapeutisch gestützte Wohnumgebung erfordern.

Verhaltensauffälligkeiten

Externalisierendes Verhalten, Schulverweigerung, selbstverletzendes Verhalten, dissoziales Auftreten - wenn herkömmliche Hilfen nicht mehr greifen.

Schwerwiegende familiäre Belastungen

Zerbrochene Familiensysteme, elterliche Erkrankungen, Sucht, Gewalt oder Vernachlässigung als Ursache des Hilfebedarfs.

Gescheiterte Vorgängerhilfen

Jugendliche, die in anderen Einrichtungen, Pflegefamilien oder Wohngruppen nicht gehalten werden konnten und eine intensivere, therapeutischere Umgebung benötigen.

Übergang Klinik → Jugendhilfe

Nach stationär-psychiatrischen Aufenthalten als stabilisierende Anschlussversorgung - strukturiert, therapeutisch begleitet und alltagsnah.

Unser Leistungsangebot

Was wir für Jugendliche leisten

Therapeutisch geleitete Wohngruppe

Kleine Gruppen mit 4-6 Jugendlichen. Klarer Strukturrahmen, verlässliche Bezugspersonen und ein therapeutisch gestalteter Alltag als Grundlage jeder Veränderung.

Intensive Bezugsbetreuung

Jeder Jugendliche hat eine feste Bezugsfachkraft, die ihn durch den gesamten Hilfeprozess begleitet. Kontinuität als therapeutisches Kernelement.

Einzel- und Gruppentherapie

Wöchentliche Einzeltherapie mit ausgebildeten Therapeuten. Ergänzt durch Gruppentherapieangebote zu Themen wie Emotionsregulation, soziale Kompetenz und Traumaverarbeitung.

Traumasensible Alltagsgestaltung

Der gesamte Alltag - von der Morgenroutine bis zum Abendgespräch - wird nach traumapädagogischen Prinzipien gestaltet: Vorhersehbarkeit, Verlässlichkeit, Sicherheit.

Schulbegleitung & Bildungsförderung

Enge Kooperation mit Schulen, individuelle Lernbegleitung und Förderung. Schulische Entwicklung als Teil des Gesamthilfeplans.

Familienarbeit & Elterngespräche

Eltern sind kein Gegenüber - sie sind Teil des Hilfesystems. Wir führen regelmäßige Familiengespräche, begleiten Besuchskontakte und arbeiten an Beziehungsklärung.

Freizeitpädagogik & Erlebnisangebote

Gemeinsame Aktivitäten, Sport, kreative Angebote und Ausflüge - Freizeit als Raum für soziales Lernen, Selbstvertrauen und positive Erfahrungen.

Alltagskompetenz & Verselbständigung

Kochen, Haushalt, Finanzen, Behördengänge - gezielte Vorbereitung auf ein eigenständiges Leben als Teil jeder Hilfeplanung.

Psychiatrische Kooperation & Medikation

Enge Zusammenarbeit mit kooperierenden Kinder- und Jugendpsychiatern. Medikamentöse Behandlung wird wenn möglich ambulant koordiniert.

Einblick

Ein Tag in der therapeutischen Wohngruppe

Struktur gibt Sicherheit. Sicherheit ermöglicht Entwicklung.

07:00

Strukturierter Morgen

Gemeinsames Frühstück, Morgenrunde, Tagesplanung - Rhythmus als therapeutisches Mittel.

08:30

Schule & Bildung

Begleiteter Schulbesuch oder schulische Förderung im Haus - abgestimmt auf den Entwicklungsstand.

14:00

Therapiezeiten

Einzel- oder Gruppentherapie, Skill-Training, kreative Angebote - therapeutische Arbeit im Alltag.

16:00

Freizeit & Gemeinschaft

Sport, Kochen, Aktivitäten, Einzelgespräche - Beziehung entsteht im gemeinsamen Tun.

18:30

Abend & Rückblick

Gemeinsames Abendessen, Tagesrückblick, Bezugspersonengespräch - der Abend als Ankerpunkt.

21:00

Sicherheit in der Nacht

Bereitschaftsdienst im Haus. Kein Jugendlicher ist allein - auch nicht um Mitternacht.

Unser Ansatz

Alltag. Beziehung. Veränderung.

01

Alltag als Therapie

Veränderung entsteht nicht im Behandlungszimmer - sie entsteht im echten Leben. Jeder gemeinsame Mahlzeit, jede Konfliktlösung, jeder Erfolg ist Teil der therapeutischen Arbeit.

02

Beziehung als Wirkfaktor

Forschungskonsens: Der stärkste Prädiktor für therapeutischen Erfolg ist die Beziehungsqualität. Wir investieren alles in verlässliche, authentische Beziehungen.

03

Traumasensible Grundhaltung

Verhaltensauffälligkeiten sind Überlebensstrategien, keine Charakterfehler. Wir verstehen bevor wir handeln - und handeln immer auf Basis von Sicherheit.

04

Klare Ziele, messbare Schritte

Jeder Hilfeplan enthält konkrete, erreichbare Ziele. Wir überprüfen regelmäßig, passen an und feiern Fortschritte - auch die kleinen.

05

Systemisch denken

Der Jugendliche ist nicht das Problem - er ist Teil eines Systems. Wir arbeiten mit Familie, Schule, Jugendamt und psychiatrischen Partnern als Team.

06

Ressourcen stärken

Defizitorientierung schwächt. Wir sehen, was da ist: Stärken, Interessen, Überlebensmut. Diese Ressourcen sind der Motor jeder Veränderung.

Ablauf

Von der Anfrage zur Perspektive

Platzanfrage

Tag 0-2

Das Jugendamt stellt eine Anfrage mit relevanten Unterlagen. Wir prüfen die Passung und melden uns innerhalb von 48 Stunden zurück.

Schnupperwohnen

Woche 1

Ein bis drei Tage Kennenlernen der Gruppe, des Teams und des Alltags. Der Jugendliche entscheidet mit - kein Einzug ohne Zustimmung.

Einzug & Eingewöhnung

Woche 1-4

Strukturierter Einzug mit individuellem Eingewöhnungsplan. Bezugsperson ab dem ersten Tag. Fokus auf Ankommen und Sicherheit.

Diagnostik & Hilfeplanung

Monat 1-2

Therapeutische Diagnostik, Erstellung eines individuellen Behandlungsplans und gemeinsame Zielformulierung im Hilfeplan mit Jugendamt und Familie.

Therapeutische Arbeit

Laufend

Intensive Begleitungsphase: Therapie, Schulbegleitung, Familienarbeit, Krisenmanagement - und messbare Fortschritte.

Perspektive & Übergang

Ab Monat 12

Vorbereitung auf Rückführung, Verselbständigung oder ambulante Nachbetreuung. Wir begleiten den Übergang aktiv - kein abruptes Ende.

Für Jugendämter & Fachkräfte

Ihr verlässlicher Partner in der Hilfeplanung

Therapeutisches Wohnen erfordert enge Kooperation. Wir sind transparent, gut erreichbar und liefern Ihnen die Dokumentation, die Sie brauchen.

Platzanfrage stellen

Direkte Erreichbarkeit der Gruppenleitung - täglich

Aufnahmebericht innerhalb von 72h

Monatliche Entwicklungsberichte mit Therapiefortschritten

Fester Ansprechpartner für die gesamte Hilfedauer

Therapeutische Einschätzungen zur Hilfeplanvorbereitung

Aktive Teilnahme an Hilfeplangesprächen und Familienmeetings

Klares Krisenprotokoll mit direkter Rückmeldung

Vollständige Dokumentation nach §34 SGB VIII und DSGVO

Häufige Fragen

Was Jugendämter & Familien fragen

Wie lange dauert ein Aufenthalt in einer therapeutischen Wohngruppe?
Im Durchschnitt 12-24 Monate. Die genaue Dauer richtet sich nach dem individuellen Hilfebedarf und wird gemeinsam mit dem Jugendamt im Hilfeplan festgelegt. Wir planen nicht auf Zeit - wir planen auf Ziele.
Was unterscheidet eine therapeutische Wohngruppe von einer regulären Heimgruppe?
Therapeutische Wohngruppen haben einen deutlich höheren Betreuungsschlüssel, ausgebildete Therapeuten als festen Teil des Teams, eine traumasensible Konzeption des gesamten Alltags und eine engere psychiatrische Anbindung. Der therapeutische Auftrag ist nicht Ergänzung - er ist Kern.
Welche Störungsbilder können Sie begleiten?
Wir begleiten Jugendliche mit PTBS, komplexen Traumatisierungen, Depressionen, Angststörungen, Persönlichkeitsentwicklungsstörungen, ADHS mit Komorbiditäten, selbstverletzendem Verhalten und externalisierenden Störungsbildern. Ausschlusskriterien sind akute Psychosen oder stark fremdgefährdendes Verhalten - hier vermitteln wir in geeignetere Einrichtungen.
Gibt es Therapie durch ausgebildete Therapeuten oder durch Pädagogen?
Wir haben approbierte Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten als festes Teammitglied. Diese führen die Einzeltherapie durch. Gruppentherapeutische Angebote werden von therapeutisch ausgebildeten Pädagogen begleitet. Beides ergänzt sich.
Wie werden Eltern in den Prozess einbezogen?
Eltern sind fester Bestandteil des Hilfeprozesses. Wir führen regelmäßige Eltern- und Familiengespräche, begleiten Besuchskontakte und arbeiten aktiv an Beziehungsklärung. Ziel ist immer die bestmögliche Perspektive für den Jugendlichen - ob das Rückführung, Verselbständigung oder eine andere Lösung ist.
Was passiert in einer Krise innerhalb der Gruppe?
Unser Team ist 24/7 im Haus. Bei Krisen greift ein klares Krisenprotokoll: De-Eskalation, Einzelbetreuung, Sicherung. Bei psychiatrischen Notfällen kooperieren wir direkt mit unseren psychiatrischen Partnern. Fremdgefährdende Krisen werden mit dem Jugendamt abgestimmt.
Wie läuft das Schnupperwohnen ab?
Vor dem offiziellen Einzug verbringt der Jugendliche 1-3 Tage in der Gruppe: Kennenlernen des Teams, der Mitbewohner, der Räume und des Alltags. Kein Einzug ohne ein Gespräch mit dem Jugendlichen selbst. Seine Zustimmung ist für uns entscheidend.
Welche Schulmodelle gibt es?
Wir kooperieren mit umliegenden Schulen aller Schulformen und bieten schulische Förderung im Haus an. Bei Schulverweigerung oder nach längeren Fehlzeiten gibt es ein abgestuftes Wiedereingliederungsmodell - angepasst an den individuellen Stand des Jugendlichen.

Ein Platz, der wirklich passt.

Stellen Sie eine Platzanfrage oder rufen Sie uns direkt an. Wir prüfen die Passung und melden uns innerhalb von 48 Stunden.

Platzanfrage stellen+49 30 22 45 43 22Kontakt aufnehmen

Wie kann ich helfen?

Lena · Ankernetz