Ankernetz Jugendhilfe

Sicherheit im Alltag.
Zukunft im Blick.

Kinder brauchen Sicherheit, Verlässlichkeit und Beziehungen, die tragen. Unsere Kinderwohngruppen bieten genau das: einen stabilen Ort, an dem Kinder wachsen, lernen und sich entwickeln können - mit echten Menschen, die für sie da sind.

Platzanfrage stellen+49 30 22 45 43 22

6-12

Jahre - Kinder in einer prägenden Entwicklungsphase

4-6

Kinder pro Gruppe - Qualität durch Überschaubarkeit

24/7

Betreuung und Bereitschaft an allen Tagen

100%

Bindungsorientierte Pädagogik als Grundprinzip

Was ist Jugendhilfe?

Ein Zuhause, das hält - wenn das eigene es nicht kann.

Stationäre Jugendhilfe ist mehr als eine Unterbringung. Sie ist ein pädagogischer Schutzraum, in dem Kinder nachholen dürfen, was sie brauchen: verlässliche Beziehungen, klare Strukturen, echte Zuwendung.

Viele der Kinder, die zu uns kommen, haben erfahren, dass Erwachsene unzuverlässig, gefährlich oder nicht verfügbar sind. Unser Auftrag ist es, dieses Bild Schritt für Schritt zu verändern - durch Verlässlichkeit, Feinfühligkeit und echte Präsenz.

Mit kleinen Gruppen, geschulten Teams und einem klar strukturierten Alltag schaffen wir den Rahmen, den Kinder brauchen, um sich zu entwickeln - schulisch, sozial und als Persönlichkeit.

Kleine Gruppen: 4-6 Kinder für intensive Beziehungsarbeit

Feste Bezugsperson von Tag eins - über den gesamten Aufenthalt

Tägliche Hausaufgabenbegleitung und Schulkooperation

Bindungsorientierte Pädagogik als Teamstandard

Strukturierter, vorhersehbarer Alltag als Sicherheitsfundament

Aktive Eltern- und Familienarbeit mit Rückführungsperspektive

Freizeitangebote, Vereine, soziale Integration

Therapeutische Anbindung bei diagnostiziertem Bedarf

Wann wir helfen

Indikationen für stationäre Jugendhilfe

Stationäre Jugendhilfe greift dann, wenn das familiäre Umfeld den Schutzbedarf des Kindes nicht mehr gewährleisten kann.

Vernachlässigung & Misshandlung

Kinder, die körperliche, emotionale oder entwicklungsbezogene Vernachlässigung erfahren haben und einen sicheren, verlässlichen Ort zum Aufwachsen brauchen.

Hochbelastete Familiensysteme

Elterliche psychische Erkrankungen, Sucht, Gewalt, Armut oder Wohnungslosigkeit, die eine Schutzunterbringung notwendig machen.

Bindungsstörungen

Kinder mit deutlich gestörten oder desorganisierten Bindungsmustern, die eine intensive, bindungspädagogisch ausgerichtete Begleitung benötigen.

Entwicklungsverzögerungen

Sprachliche, kognitive, soziale oder motorische Rückstände infolge von Vernachlässigung, Traumatisierung oder fehlender Förderung.

Kindeswohlgefährdung

Akute oder chronische Gefährdungslagen, in denen das Kind nicht im familiären Umfeld verbleiben kann und ein klarer Schutzauftrag besteht.

Verhaltensauffälligkeiten

Aggressives, regressives oder sozial rückgezogenes Verhalten als Ausdruck früherer Belastungserfahrungen, die pädagogische Begleitung erfordern.

Unser Leistungsangebot

Was wir für Kinder leisten

Stabile Wohngruppe & Alltagsrahmen

Ein klarer, vorhersehbarer Alltag gibt Sicherheit. Strukturierte Morgen- und Abendroutinen, verlässliche Mahlzeiten und ein eigenes Zimmer - das ist mehr als Unterkunft: es ist Heimat.

Bezugsbetreuung & Beziehungskontinuität

Jedes Kind hat eine feste Bezugsfachkraft. Diese Eine ist konstant, verlässlich und begleitet das Kind durch seinen gesamten Aufenthalt. Kontinuität ist kein Komfort - sie ist Heilung.

Schulbegleitung & Bildungsförderung

Tägliche Hausaufgabenbegleitung, enge Kooperation mit den Schulen, individuelle Lernförderung und Unterstützung bei schulischen Übergängen. Bildung als Schlüssel zur Zukunft.

Entwicklungspsychologische Förderung

Gezielte Förderung von Sprache, Kognition, Sozialverhalten und emotionaler Regulation - abgestimmt auf den individuellen Entwicklungsstand jedes Kindes.

Bindungsorientierte Pädagogik

Alle Fachkräfte arbeiten nach bindungspädagogischen Grundsätzen: feinfühlig, verlässlich, konsistent. Beziehung als therapeutisches Fundament für jede Entwicklung.

Elternarbeit & Familienkontakte

Eltern werden nicht ausgeschlossen - sie werden einbezogen. Wir führen regelmäßige Elterngespräche, begleiten Besuchskontakte und arbeiten, wo möglich, auf Rückführung hin.

Freizeitgestaltung & soziale Integration

Vereine, Hobbies, Freundschaften, Ausflüge - Kinder sollen Kind sein dürfen. Freizeit ist kein Luxus, sondern Voraussetzung für gesunde Entwicklung.

Therapeutische Anbindung

Bei diagnostizierten Störungen oder erhöhtem therapeutischem Bedarf koordinieren wir die Anbindung an Kinder- und Jugendpsychotherapeuten und heilpädagogische Fachkräfte.

Krisenbegleitung im Alltag

Krisen gehören dazu. Unser Team ist ausgebildet in De-Eskalation und traumasensiblem Krisenmanagement - klar, ruhig und ohne Eskalation als Reaktionsprinzip.

Einblick

Ein Tag in der Kinderwohngruppe

Vorhersehbarkeit gibt Sicherheit. Sicherheit schafft Raum zum Wachsen.

07:00

Guter Morgen

Strukturiertes Aufstehen, Körperpflege, gemeinsames Frühstück. Der Morgen gibt den Ton für den Tag.

08:00

Schule

Begleiteter Schulweg, enge Kooperation mit Lehrerinnen, verlässliche Abhol- und Bringzeiten.

13:30

Mittagessen

Gemeinsames Essen - täglich, warm, zuverlässig. Mahlzeiten sind soziale Ankerpunkte.

14:30

Hausaufgaben

Ruhige, begleitete Hausaufgabenzeit mit individueller Unterstützung durch Bezugsfachkräfte.

16:00

Freizeit & Aktivitäten

Spielen, Sport, Kreativität, Vereine - Kinder sein. Gezielte Freizeitangebote durch das Team.

18:00

Abendessen

Gemeinsames Abendessen, Tagesgespräch, Positives aus dem Tag benennen.

19:30

Abendroutine

Vorlesen, Einzelgespräch mit der Bezugsperson, Gute-Nacht-Ritual - Sicherheit für die Nacht.

Nacht

Nachtbereitschaft

Eine Fachkraft ist immer im Haus. Kein Kind ist allein - auch nicht um 2 Uhr morgens.

Entwicklungsförderung

Ganzheitliche Förderung - in allen Bereichen

Entwicklung findet nicht in einem Fach statt. Wir fördern Kinder in allen relevanten Entwicklungsbereichen - individuell, alltagsintegriert und auf Basis einer fundierten Einschätzung ihres Entwicklungsstands.

Sprache & Kommunikation

Vorlesen, Geschichtenerzählen, Sprachförderung - Sprache ist der Schlüssel zur Welt.

Kognition & Lernen

Individuelle Lernbegleitung, Förderung von Konzentration, Gedächtnis und Problemlösung.

Emotionale Regulation

Benennen von Gefühlen, Umgang mit Wut und Trauer, Selbstberuhigung - Lebenskompetenzen.

Soziale Kompetenz

Konfliktlösung, Freundschaften, Grenzen, Kooperation - im täglichen Miteinander lernen.

Motorik & Koordination

Bewegungsangebote, Sport, Feinmotorik - Körper und Geist sind untrennbar verbunden.

Selbstwert & Identität

Was kann ich? Was bin ich wert? Gezielter Aufbau von Selbstvertrauen und positivem Selbstbild.

Unser Ansatz

Sicherheit. Beziehung. Zukunft.

01

Sicherheit zuerst

Kein Kind kann lernen, wachsen oder sich entwickeln, wenn es sich nicht sicher fühlt. Sicherheit ist keine Vorbedingung - sie ist das Ziel jedes einzelnen Tages.

02

Beziehung trägt alles

Kinder, die Verlässlichkeit nicht kennen, haben gelernt, ihr nicht zu trauen. Wir bauen dieses Vertrauen geduldig auf - Tag für Tag, Geste für Geste.

03

Verstehen vor Reagieren

Kein Kind ist schwierig - kein Kind ist absichtlich problematisch. Verhalten ist Kommunikation. Wir übersetzen, bevor wir handeln.

04

Alltag als Entwicklungsraum

Jede Mahlzeit, jede Gute-Nacht-Geschichte, jeder gelöste Streit ist Entwicklungsarbeit. Wir gestalten den Alltag bewusst als pädagogischen Raum.

05

Familie denken, nicht ersetzen

Wir ersetzen keine Familie - wir überbrücken, stärken und begleiten. Eltern sind Partner, nicht Problemquelle. Familie ist immer Teil des Hilfesystems.

06

Zukunft im Blick

Von Anfang an denken wir in Perspektiven. Nicht nur Heute, sondern auch: Wo soll dieses Kind in zwei Jahren stehen? Welche Stärken trägt es in die Zukunft?

Ablauf

Von der Anfrage zum neuen Zuhause

Platzanfrage

Tag 0-2

Das Jugendamt stellt eine Anfrage. Wir prüfen die Passung anhand der vorhandenen Unterlagen und melden uns innerhalb von 48 Stunden.

Kennenlernen

Woche 1

Ein erstes Treffen des Kindes mit der Gruppe, dem Team und den Räumlichkeiten - ohne Druck, im eigenen Tempo. Die Meinung des Kindes zählt.

Gemeinsame Vorbereitung

Woche 1-2

Vorbereitung des Einzugs mit Kind, Familie und Jugendamt. Zimmergestaltung, Alltagsplanung, Übergabegespräch.

Einzug & Eingewöhnung

Woche 2-6

Behutsamer Einzug mit Bezugsperson von Tag eins. Eingewöhnungsplan, der dem Tempo des Kindes folgt - keine Schocktherapie.

Entwicklung & Hilfeplanung

Laufend

Regelmäßige Entwicklungsgespräche, Hilfeplangespräche mit Jugendamt und Familie, Förderplanüberarbeitung.

Perspektive & Übergang

Bei Bedarf

Rückführung in die Familie, Wechsel in eine Pflegefamilie oder Übergang in eine andere Hilfeform - begleitet, vorbereitet, sicher.

Für Jugendämter & Fachkräfte

Verlässliche Kooperation auf Augenhöhe

Wir verstehen, was Fachkräfte im ASD brauchen: schnelle Reaktion, klare Kommunikation und Dokumentation, auf die Verlass ist.

Platzanfrage stellen

Direkte Erreichbarkeit des Gruppenteams - täglich

Aufnahmebericht innerhalb von 72h nach Einzug

Monatliche Entwicklungsberichte mit Förderfortschritten

Feste Ansprechperson während der gesamten Hilfedauer

Aktive Beteiligung an Hilfeplangesprächen

Strukturierte Elternarbeit und Besuchsbegleitung

Klare Meldewege bei Vorkommnissen und Krisen

Vollständige Dokumentation nach SGB VIII und DSGVO

Häufige Fragen

Was Fachkräfte und Eltern fragen

Wie lange leben Kinder in einer Jugendhilfe-Wohngruppe?
Die Verweildauer hängt vom individuellen Hilfebedarf ab. Kurzfristige Unterbringungen können wenige Monate dauern; bei langfristigem Schutzbedarf begleiten wir Kinder bis zum Übergang ins Jugendlichensystem mit 12 Jahren. Die Hilfe endet erst, wenn eine nachhaltige Perspektive gesichert ist.
Können Eltern ihre Kinder besuchen?
Ja - in aller Regel. Besuchskontakte werden mit dem Jugendamt abgestimmt und von uns begleitet. Wir gestalten Kontakte so, dass sie für das Kind positiv und sicher sind. Bei Gefährdungslagen werden Besuche mit dem Jugendamt gemeinsam geregelt.
Was passiert, wenn ein Kind in eine Krise gerät?
Unser Team ist rund um die Uhr im Haus und in De-Eskalation geschult. Bei eskalierenden Situationen greift ein klares Krisenprotokoll: Rückzug in Sicherheit, Einzelbetreuung, Beruhigung. Psychiatrische Notfälle werden in Kooperation mit unseren Partnern gehandhabt.
Gibt es therapeutische Unterstützung vor Ort?
Bei diagnostiziertem therapeutischem Bedarf koordinieren wir die Anbindung an externe Kinder- und Jugendpsychotherapeuten. Heilpädagogische Maßnahmen werden direkt vor Ort angeboten. Das pädagogische Team arbeitet traumasensibel und bindungsorientiert - das ist kein Ersatz für Therapie, aber eine wirksame Ergänzung.
Welche Schule besuchen die Kinder?
Wir kooperieren mit umliegenden Grundschulen und weiterführenden Schulen aller Schulformen. Bei Schuleintritt oder -wechsel begleiten wir aktiv. Schulverweigerung oder lange Fehlzeiten begegnen wir mit einem abgestimmten Wiedereingliederungsplan.
Wie werden Eltern in die Hilfeplanung einbezogen?
Eltern werden regelmäßig zu Gesprächen eingeladen, an Hilfeplangesprächen beteiligt und über Entwicklungen ihres Kindes informiert. Familienarbeit ist fester Bestandteil unseres Konzepts - nicht Bonus, sondern Standard.
Gibt es ein Konzept für Kinder mit besonderem Förderbedarf?
Ja. Kinder mit diagnostizierten Entwicklungsverzögerungen, Lernschwächen oder heilpädagogischem Bedarf erhalten individuelle Förderpläne. Wir koordinieren externe Fachdienste (Logopädie, Ergotherapie, Frühförderung) und begleiten die Förderung alltagsintegriert.
Wie läuft die Aufnahme konkret ab?
Nach der Platzanfrage des Jugendamts prüfen wir die Passung und laden das Kind und seine Familie zu einem Kennenlerntreffen ein. Kein Kind zieht ein, ohne die Gruppe und sein Zimmer gesehen zu haben. Der Einzug selbst wird individuell vorbereitet und so ruhig und vertraut wie möglich gestaltet.

Jedes Kind verdient einen sicheren Ort.

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FAQ

Häufige Fragen

Ankernetz betreibt in Berlin stationäre Kinderwohngruppen für Kinder von 6 bis 12 Jahren. Hier beantworten wir die häufigsten Fragen von Eltern, Jugendämtern und Fachkräften zur stationären Jugendhilfe in Berlin.

Was ist stationäre Jugendhilfe für Kinder von 6 bis 12 Jahren?+

Stationäre Jugendhilfe nach § 34 SGB VIII bietet Kindern, die vorübergehend oder dauerhaft nicht in ihrer Herkunftsfamilie leben können, einen sicheren Lebensort. In den Ankernetz-Kinderwohngruppen in Berlin leben 4 bis 6 Kinder zusammen und werden von einem festen pädagogischen Team betreut.

Wie lange bleibt ein Kind in der Ankernetz-Kinderwohngruppe?+

Die Aufenthaltsdauer richtet sich nach dem individuellen Hilfeplan und wird gemeinsam mit dem Jugendamt, der Familie und dem Kind festgelegt. Sie kann von einigen Monaten bis zu mehreren Jahren reichen. Ziel ist immer die Rückkehr in die Familie oder der Übergang in eine geeignete Folgehilfe.

Wie beantrage ich einen Platz in einer Ankernetz-Kinderwohngruppe?+

Plätze werden ausschließlich über das zuständige Jugendamt vermittelt. Das Jugendamt stellt eine Hilfe zur Erziehung (HzE) nach SGB VIII fest und kontaktiert Ankernetz für eine Platzanfrage. Eltern können ihren zuständigen Sozialarbeiter beim Jugendamt ansprechen.

Was passiert in den Ankernetz-Kinderwohngruppen im Alltag?+

Die Kinder leben in kleinen, familienähnlichen Gruppen mit geregeltem Tagesablauf: Schule, Hausaufgaben, gemeinsame Mahlzeiten, Freizeitaktivitäten und therapeutische Angebote. Das pädagogische Team ist 24 Stunden präsent. Ankernetz legt besonderen Wert auf Bindungsarbeit und traumasensible Pädagogik.

Wie arbeitet Ankernetz mit Jugendämtern in Berlin zusammen?+

Ankernetz arbeitet eng mit allen Berliner Bezirksjugendämtern zusammen – von Tempelhof-Schöneberg über Neukölln bis Mitte. Wir bieten schnelle Rückmeldungen auf Platzanfragen, regelmäßige Hilfeplangespräche und transparente Entwicklungsberichte. Fachkräfte können uns direkt unter 030 22 45 43 22 erreichen.

Welche Kosten entstehen für die stationäre Jugendhilfe?+

Die Kosten werden vom zuständigen Jugendamt nach SGB VIII übernommen. Die Tagessätze sind mit dem Land Berlin verhandelt. Für Familien entstehen keine direkten Kosten – allenfalls ein einkommensabhängiger Kostenbeitrag, der vom Jugendamt geregelt wird.

Wie kann ich helfen?

Lena · Ankernetz